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Ein Tag, acht Gewerke, viele Hände

aus der Kreiszeitung / Böblinger Bote vom 26.07.2018

Hand-in-Hand-Werker lösten Spendenversprechen: Atriumdach der Freien Evangelischen Schule Holzgerlingen saniert


Von Sabine Ellwanger

HOLZGERLINGEN. Der Schweiß triefte mächtig am bis dato heißesten Tag des Jahres. Am vergangenen  Freitag  löste  die  Hand-in-Hand-Werker GmbH ihr Versprechen ein, das sie 30 Jahre anlässlich ihres diesjährigen 30er-Jubiläumsgegeben hatte: „Wir spenden Manpower-Spende für die Sanierung einer Dachterrasse  der  Freien  Evangelischen Schule (FES) in Holzgerlingen“. Dort hatte die Handwerkergruppe bereits vor vier Jahren einen größeren Sanierungsauftrag abgeschlossen.

Nun rollten sie wieder an. 19 Fachkräfte und insgesamt acht Chefs der beteiligten Unternehmen waren gleichzeitig damit beschäftigt, dem 120 Quadratmeter großen Innenhof im oberen Stockwerk einen neuen Boden einzubauen – mit allem, was dazu gehört. „Gleichzeitig und auf knappem Raum zu arbeiten war die logistische Herausforderung für die Teams, die ja sonst auf den Baustellen  nacheinander  anrücken“,  beschrieb Titus Wolkober, der den Einsatzplan geschrieben hatte, die Situation. Der sportliche Ehrgeiz und der Spaß an der Sache waren allen ins (freudestrahlende) Gesicht geschrieben. Einschließlich Hausmeister Georg Ruof, der mit Hilfe einer ganzen Schar von Schülern bereits im Vorfeld dafür gesorgt hatte, dass die Handwerker überhaupt anrücken konnten: „Seit April haben wir angefangen, die alten Platten und Folien abzutragen.“ Was zunächst als Strafarbeit für seine  „Verhaltensoriginale“  gedacht  war, habe sich bald zu einem begehrten Job gemausert: „Das war für die Schüler eine gute Erfahrung. Sie haben den Spaß am gemeinsamen Arbeiten entdeckt und die Herausforderung bewältigt.“ Mehr noch. Die von Rektor Paul-Gerhard Schneider geleitete Schule hat gleich mehrere begleitende Projekte gestartet, wie den Bau von Möbeln ausausgedienten Holzpaletten – denn die fertig sanierte Terrasse dient später als Aufenthalts- und Pausenbereich.

Projekt Nummer zwei: Eine Schülergruppe  kümmerte  sich  ums  Catering.  Über 30 handwerkende Gäste mit Pizza zu verköstigen, darf wohl ebenfalls als echte Leistung betrachtet werden. Demnächst wolle die Hausmeister-Schüler-AG dann wieder loslegen, berichtet Ruoff. Bepflanzung und Sonnensegel sind die nächsten Projekte.

Dank des vorbereitenden Schülerengagements konnte die Schule schon einiges an Barem sparen. Mit der Abtragung und Entsorgung der alten Dachabdichtung und dem Einbau der neuen Dachhaut hatte sie den Fachbetrieb Häring aus Weil im Schönbuch beauftragt, der seinen Kran kostenlos für die folgenden Arbeiten stehen ließ. Und am Freitag um 7.30 Uhr rückten die Firmen Arlt + Hanisch, Steckroth, Glathe, Hornikel Trockenbau, Hornikel Stuckateur, Service Maier Team, Wolkober und Frasch fürs Finish an. Sie alle gemeinsam kümmerten sich um den Einbau der Drainagematten und des Kiesbetts, um die zeitaufwändige Fliesenverlegung und Nebenarbeiten. „Die Wandanschlüsse ringsherum haben wir neu gemacht, alle Simse aus Riffelblech gesäubert, neu angepasst und wieder eingebaut sowie die Wandanschlüsse ringsum neu verputzt.“ Für all die Arbeiten musste die Schule nur die Materialkosten übernehmen, Manpower, Geräte und diverse weitere Materialien liefen unter „Spende der Hand-in-Handwerker. Geschätzt über 10 000 Euro“, so Titus Wolkober und Dirk Schumacher, die  damit  das  Jubiläumsversprechen  an einem Tag bis auf wenige Restarbeiten eingelöst haben. Für die Sanierung war es übrigens allerhöchste Zeit, nickte auch Georg Ruof: „Die Probeöffnung im Frühjahr zeigte, dass das alte Dach bereits triefnass war. Kurze Zeit später wäre das Wasser ins frisch sanierte Stockwerk darunter gelaufen.“