Energiesparen und Lüften gehören zusammen

Die durch Schimmelpilzbefall verursachten Schäden häufen sich, besonders seitdem neue Häuser gemäß der Energieeinsparverordnung immer luftdichter gebaut und Bestandsgebäude entsprechend modernisiert werden. Nach Mieterbund-Angaben gehören Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilz inzwischen zu den häufigsten Streitpunkten zwischen Mietern und Vermietern. Mit der steigenden Zahl jener Häuser, die aus Energiespargründen modernisiert und „abgedichtet“ werden, wächst auch die Zahl der Fälle von Bauschäden durch zu hohe Feuchtigkeit.

Dafür gibt es bauphysikalische Ursachen: Temperatur und Feuchtegehalt der Luft bestimmen wesentlich das Wohnklima. Luft kann Wasser in Form von Dampf aufnehmen, speichern und als Kondensat wieder abgeben. Die Menge des maximal aufnehmbaren Wasserdampfes ist von der Lufttemperatur abhängig. Luft von 0°C beispielsweise kann 5 g Wasserdampf pro Kubikmeter aufnehmen, Luft von 20°C dagegen bereits 17 g/m³. Diese maximal aufnehmbare Wasserdampfmenge entspricht einer jeweiligen relativen Feuchtigkeit von 100 %. Umgekehrt wird bei der Kühlung von Luft irgendwann der so genannte Taupunkt erreicht. Es entsteht Kondensat, bevorzugt an den (kälteren) Oberflächen von Außenbauteilen wie etwa in Zimmerecken oder Fensterlaibungen.

Eine hohe Luftfeuchte, die sich in „stehender“ Luft sehr viel schneller anreichert als bei konsequenter Durchlüftung, bietet den Schimmelpilzen einen idealen Nährboden. Neben baulichen und bauphysikalischen Mängeln gehört aber auch das Nutzerverhalten zu den Ursachen für Schimmelbildung: Falsches oder fehlendes Lüften auf der einen Seite und Tätigkeiten, bei denen viel Feuchtigkeit produziert wird, auf der anderen Seite bewirken erhöhte Feuchte und Schimmelpilzbefall in den Räumen. Als Richtwert gilt allgemein, dass die relative Luftfeuchte in der Raumluft von Wohnungen auf Dauer nicht über 70% steigen sollte. Diesen Wert kann jeder Wohnungsinhaber oder Mieter mit einem einfachen Hygrometer ermitteln bzw. kontrollieren.

In einem Dreipersonenhaushalt werden durch die Wasserdampfabgabe der Personen (30 bis 100 g/h je Person) durch Duschen, Waschen, Wäschetrocknen, Kochen sowie durch Pflanzen, Aquarien und andere Feuchtequellen täglich etwa 6 bis 14 kg Wasser freigesetzt. Um 10 kg Wasser aus Innenräumen abzuführen, müssen ca. 3.000 kg Luft bewegt werden. Dieses bedeutet, dass der Luftinhalt der Innenräume im Mittel etwa 7mal täglich ausgetauscht werden muss, um die unerwünschte Feuchtigkeit abzutransportieren. Zum Vergleich: Bei geschlossenen Fenstern und Türen hat man Luftaustauschraten zwischen ca. 0,2 - 2 pro Stunde (je nach Fenstertyp und Bausituation), bei weit geöffneten Fenstern steigt die Luftaustauschrate auf 10 - 20 pro Stunde an (Quelle: Umweltbundesamt).

Der Feuchtegehalt in Wohnräumen lässt sich durch richtiges Lüften beeinflussen, und die Oberflächen-Temperatur an den Außenbauteilen wird durch die Wärmedämmung der Konstruktion bestimmt. Je besser die Wärmedämmung, desto höher ist die Oberflächentemperatur und desto weniger besteht die Gefahr der Kondensatbildung. Feuchteschäden werden vermieden.

Richtiges Lüften per Stoßlüftung ist vor allem in der kälteren Jahreszeit ein Problem, weil über die weit geöffneten Fenster teuere Heizenergie verloren geht. Der Einbau einer Anlage zur kontrollierten Wohnraumlüftung kann je nach Dimensionierung und Einbauaufwand sehr teuer werden.

Die Weru AG bietet hier interessante Lösungsalternativen: Für die Kunststofffensterserien Weru-Thermico, Castello, Palazzo und SmartLine sind spezielle Lüftungssysteme erhältlich, die helfen Schimmel zu vermeiden:
Weru-Air Comfort ist im Flügelfalz eingebaut und arbeitet selbstregulierend. Haupt-einsatzgebiet sind Mietwohnungen in Geschosswohnungsbauten. Weru-Air Comfort kann nachgerüstet werden und ist weder von innen noch von außen sichtbar. Es reguliert die Frischluftzufuhr automatisch und sorgt auch bei starkem Sturm für die notwendige Grundlüftung, ohne Zugerscheinungen.

Das System Weru Fresh-Lüfter wird in die Fensterverbreiterung eingebaut. Die Frischluftzufuhr kann vom Nutzer selbst per Schiebemechanismus stufenlos verändert werden. Dieses System eignet sich besonders für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie z.B. Küche, Schlafzimmer oder Bad.

Dritte Innovation bei den Weru-Lüftungssystemen ist der Schall- und Pollenschutzlüfter. Der technische Aufbau entspricht dem Fresh-Lüfter, ergänzt um eine Schalldämmeinrichtung und einen Pollenfilter. Die zusätzliche Filterfunktion hält Pollen zurück - ideal also für Allergiker. Der Filter kann problemlos gereinigt und im Bedarfsfall leicht ausgewechselt werden.