Rettet das Stadtbild

Bild: Bundesverband ProHolzfenster

Wer hat das nicht schon erlebt: Man spaziert durch eine historische Altstadt, zum Beispiel mit reizvollen Fachwerkhäusern und fühlt sich sofort wohl und geborgen inmitten der liebevoll restaurierten Fassaden. Weniger erfreulich ist der Eindruck vom städtebaulichen Ensemble allerdings, wenn Renovierungsfehler zutage treten.

Leider sind sie gar nicht so selten anzutreffen: Billig und lieblos gestaltete Schaufensteranlagen wirken im historischen Ambiente kalt und fremd. Häuserfronten mit ungegliederten Fenstern aus nicht denkmalgerechten Werkstoffen stören ein ehemals harmonisches Gesamtbild. Manchmal nehmen wir nur unterbewusst wahr, dass etwas nicht stimmt. Nicht immer wird uns sofort klar, woran es liegt.

Fenster haben maßgeblichen Anteil an der Erhaltung eines historisch gewachsenen Stadtbildes. Ist es intakt, wirkt sich dies nicht nur positiv auf die Bürger aus, die dort leben, sondern auch auf die Einnahmen aus dem Tourismus. Stadtverwaltungen, die das erkannt haben, sind alarmiert und schaffen zunehmend Anreize für Sanierungsmaßnahmen, um eben dieses Stadtbild zu erhalten.

So zum Beispiel im hessischen Alsfeld. Seit Ende 2000 erhalten dort Bauherren einen Zuschuss von 40 Prozent pro Fenster, wenn sie sich zum Austausch ihrer nicht denkmalgerechten Fenster entschließen. Heute versuchen wir damit, die Fehler der Vergangenheit zu heilen, erklärt Kreisbaurätin Ute Kelm. Rund 200 Häuser seien betroffen, Fördermittel gibt es für Fenster, die zum Kulturdenkmal passen: Mit Sprossen versehen, mehrflügelig und aus Holz müssen sie sein. Wir wollen unseren Bauherren aber nichts aufs Auge drücken, sondern Bewusstsein schaffen, meint die Kreisbaurätin. Mit der persönlichen Einladung zu Informationsveranstaltungen will man die Bürger erreichen.

Im bayerischen Burghausen existiert ein Programm zur Förderung der Wiederherstellung von Altstadtfassaden schon seit 1996. Auch hier wird pro Fenster mit 40 Prozent gefördert. Zunächst begutachtet jedoch eine Städtebaukommission den Zustand der alten Fenster: Wenn eine Restaurierung sinnvoll erscheint, ist dieser Weg zu wählen. Wenn nicht, sollen die neuen Fenster nach alten Vorbildern hergestellt und eingebaut werden.

Wenn nun im historischen Stadtkern den Fenstern eine solche Bedeutung hinsichtlich der Fassadengestaltung zukommt, wie sieht es dann damit bei Neubauten aus? Müsste nicht auch beim Einfamilienhaus oder bei Wohnanlagen mehr Augenmerk auf die äußere Gestaltung gelegt werden? Der Wert einer Immobilie bemisst sich schließlich nicht zuletzt nach ihrem Gesamteindruck. Fassaden mit schön gestalteten Fenster aus Holz in harmonischer Anordnung vermitteln von innen wie von außen eine Werthaltigkeit, wie man sie mit keinem anderen Werkstoff erreichen kann.

Quelle: Bundesverband ProHolzfenster

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